Ohne Computer und deren Vernetzung funktioniert in modernen Industriebetrieben heutzutage gar nichts mehr. Anhand eines Blickes in ein Unternehmen aus der Glasindustrie kann verdeutlicht werden, dass Server unverzichtbar geworden sind.

Schon beim Betreten des Firmengeländes kommen die Mitarbeiter zum ersten Mal mit dem Netzwerk in Kontakt. Die Zugangskontrollen speichern beim Betreten der Firma die Uhrzeit. So wird sichergestellt, dass auch jeder auf sein Stundensoll kommt, beziehungsweise geleistete Überstunden auch vergütet bekommt. Mitarbeiter aus der Verwaltung oder allgemein Menschen, die Bürotätigkeiten nachgehen, sitzen in der Regel acht Stunden vor dem Computer. Diese Rechner sind natürlich auch ins Firmennetzwerk eingebunden. Das heißt aber noch lange nicht, dass es mit diesen Computern auch möglich ist, ins Internet zu gehen. Innerhalb eines Netzwerks lässt sich nämlich für jeden Rechner einzeln festlegen, welche Zugriffe der Server auf andere Rechner oder das Internet zulässt. Die meisten Unternehmen verfügen nicht nur über ein Netzwerk, sondern haben mehrere eingerichtet. Dementsprechend gibt es auch mehr als einen Server.

Diesem Vorgehen liegen sicherheitstechnische Überlegungen zugrunde. In jeder Firma gibt es Rechner, auf denen sensible Daten gespeichert sind. Dies müssen nicht zwangsläufig Bilanzen, Rechnungen oder Angebote sein. In einer Glasfabrik können das auch Informationen über die Zusammensetzung der Rohstoffe sein, aus denen letzten Endes ein Glas mit ganz bestimmten Eigenschaften produziert wird. Solche Firmengeheimnisse werden aus Sicherheitsgründen auf Servern abgelegt, die mit den anderen Netzwerken im Unternehmen nicht in Verbindung stehen. Ein Zugriff auf das Internet ist für solche Server natürlich nicht vorgesehen, da die Gefahr des Datendiebstahls viel zu hoch wäre.

In einer Glasfabrik, aber natürlich auch in vielen anderen Industriebetrieben, gibt es also mehrere Server, die teilweise unabhängig voneinander agieren. Überschneidungen gibt es aber, wo sie sich anbieten, trotzdem. So kann ein Rechner von Server A einem anderen Rechner auf Server B melden, dass Rohstoffe zur Neige gehen und neu bestellt werden müssen. Mit dem Internet ist aber weder Server A noch Server B verbunden, da alleine schon die Art der Rohstoffe zu viel über die Zusammensetzung des Glases verraten kann. Die Bestellung der Rohstoffe kann deshalb von einem Rechner durchgeführt werden, der auf einen dritten Server zugreift.

Firmennetzwerke sind teilweise sehr kompliziert aufgebaut, weswegen sie regelmäßig gewartet und betreut werden müssen. Dies ist ein Punkt, an dem nicht gespart werden sollte, denn fällt ein Server aus, kann es zum Erliegen der gesamten Produktion kommen, was mit hohen Kosten verbunden ist. Deshalb beschäftigen große Unternehmen eigene Fachleute, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich um das Firmennetzwerk zu kümmern.

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