Das Internet sorgt in vielen Bereichen des Lebens für mehr oder weniger starke Veränderungen. Sehr schön ist das in der Medienlandschaft zu erkennen. Nimmt man die Verkaufszahlen von Zeitschriften, wie etwa dem Spiegel, oder Tageszeitungen, wie der BILD-Zeitung, so wird man feststellen, dass diese schon seit geraumer Zeit rückläufig sind. So komisch das klingen mag, aber die Schuld daran tragen zu einem großen Teil auch die Verlage selbst. Sie bieten nämlich praktisch den gesamten Inhalt ihrer Printausgaben auch im Internet an. Kostenlos und jederzeit erreichbar. Kein Wunder, dass sich deshalb viele gegen den Kauf einer Zeitung entscheiden. Im Internet finden sie schließlich genau dieselben Informationen, mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass diese an Aktualität praktisch nicht mehr zu überbieten sind.

Neben der Möglichkeit schnell und kostenlos an, mehr oder weniger, gut recherchierte Informationen zu kommen, bieten die Internetauftritte der großen Zeitungen und Zeitschriften noch eine besondere Möglichkeit, die viele gerne nutzen. Fast alle Artikel sind nämlich auch kommentierbar. So kann sich jeder nicht nur eine Meinung bilden, sondern diese auch sofort den anderen mitteilen. Ob das immer sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer jedoch die Nutzerkommentare zu einem beliebigen Artikel der BILD-Zeitung liest, muss schon fast zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass es manchmal besser wäre, die Kommentarfunktion abzuschalten. Die Kommentarfunktion bietet übrigens auch für die Redakteure selbst Vorteile. Diese wissen nämlich auf diese Weise genau, wie ihre Leserschaft denkt und können so durch geschicktes Formulieren ihrer Artikel versuchen, deren Meinung zu beeinflussen. Aber auch ganze Artikel können aus Kommentaren entstehen. So hat der Spiegel zum Beispiel schon mehr als einmal Kommentare aus Facebook in seinen Artikeln zitiert.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.