Im Logistikbereich wird heute alles über PC und Internet geregelt. Sicher gibt es noch Frachtpapiere, und auch in der Buchhaltung kommt man nicht ganz ohne Papiere aus, doch die Software bestimmt den Arbeitsalltag in einer Spedition. Nicht selten sind sogar die Fahrer in ihren LKWs schon mit Notebooks und entsprechenden Programmen ausgestattet, damit die Daten über ihre Arbeit in der Firma gleich ausgelesen und weiter verarbeitet werden können. Mit am wichtigsten für den Fahrer ist der Fahrtenschreiber, der heute in den meisten Maschinen schon digital arbeitet. Die Fahrer besitzen eine Fahrerkarte, die während der Fahrt die Daten aufzeichnet: Schichtzeit, Lenkzeit, gefahrene Geschwindigkeit und mehr kann auf diese Weise gleich im Büro weiter verarbeitet werden. Spätestens nach 28 Tagen muss die Fahrerkarte ausgelesen werden; für die Lohnbuchhaltung, die Kostenkalkulation und viele andere Aspekte ist dieser Vorgang sehr wichtig. Hierzu stehen eigens Programme zur Verfügung, die speziell auf das Auslesen und Weiterverarbeiten, auch zu Statistikzwecken, zugeschnitten sind.
Weitere Software, die in einer Spedition von entscheidender Bedeutung ist, ist eine Navigationssoftware, die allerdings anderen Voraussetzungen unterlegen ist, wie die, die für ein Auto-Navi konzipiert wird. Auf den Rechnern im Dispositionsbüro kann virtuell eine Strecke von Ladeort zum Kunden gefahren werden. Hierbei errechnet sich die Strecke, die zu fahren ist, die ungefähre Höhe der Maut und natürlich der Dieselverbrauch. Auch die Stunden, die der Fahrer hinter dem Steuer sitzt, kann – theoretisch – bemessen werden. Staus und andere Hindernisse sind hier nicht berücksichtigt. Zumindest steht aber innerhalb weniger Minuten fest, welcher Preis angesetzt werden muss, damit sich der Einsatz von Maschine und Fahrer inklusive aller Kosten auch gewinnbringend rechnet. Modernes, effektives und umsatzorientiertes Arbeiten in einer Spedition ist heute nur mit entsprechenden Software Produkten möglich.